|
Atelierbesuch bei Armin Göhringer |
|||||
|
Armin Göhringers Bildhaueratelier liegt inmitten der herrlichsten Schwarzwaldlandschaft in Nordrach nahe dem Harmersbachtal, eine Postkartenidylle, von endlosen Wäldern umgeben. Hier ist er aufgewachsen, hier lebt und arbeitet er. Sein Atelier ist hell, geräumig, ähnelt den vielen mittelständischen Industrie- betrieben der Region. Dennoch weisen schon von Weitem die überdimensionalen Holzskulpturen darauf hin, daß hier ein vom Schaffensdrang besessener Künstler seine schöpferische Energie Gestalt werden läßt. Sein Werkzeug ist die Kettensäge, die in seiner Hand nicht wie eine Waffe wirkt, sondern eher wie der Pinsel in der Hand eines Malers. Wie von einer inneren Stimme geführt, legt die Säge Strukturen seines Werkstücks frei, die schon immer da gewesen zu sein scheinen. Bereitwillig offenbart das Holz seine Seele - die im Einklang steht mit der Imagination Göhringers. Laotse kommt einem in den Sinn: "Fenster und Türen bricht man in Mauern - die Leere darinnen macht die Behausung. Das Sichtbare bildet die Form eines Werkes, das Unsichtbare macht seinen Wert aus". Göhringer legt die Kettensäge beiseite, zeigt seine jüngsten Arbeiten. Er sagt nicht, was er tut oder denkt, aber er offenbart, in dem er auf seine Werke verweist. Diese stapeln sich in den |
hohen Räumen. Er wuchtet Skulpturen beiseite, zeigt
Dahinter- stehendes - es ist ihm offensichtlich wichtig.
Eine drei Meter hohe Skulptur, weiß getüncht,
dahinter eine filligrane Kreuz- schichtung, schwarzbraun auf
einem Metallsockel, nebenan großformatige Leinwände - Skulpturen in
Acrylfarbe?!
In einem kleineren, lichtdurchfluteten Nebenraum lagern nach ihrer Größe sortiert weiße Rahmen mit Abdrücken auf hand- geschöpftem Bütten - "für eine Ausstellung in Basel, nächste Woche". Sie haben das Wesen der großen Skulpturen, ihre Magie. Die Ausdruckskraft entstammt also nicht dem Material - also nicht freigelegt, sondern doch erschaffen?! Wir diskutieren das Projekt: Künstlergläser für Acqamarin - ein neues Sujet für Armin Göhringers künstlerische Idee: "Es wäre nicht ausreichend, das Glas als Oberfläche, als zweidimensio- nale 'Leinwand' zu betrachten. Ein Glas hat aus jedem Blick- winkel eine Vorderseite, eine Rückseite, einen dazwischenlie- genden Raum und ist transparent." Armin Göhringer beginnt, unsere Art-Collection für sich zu ver- einnahmen. Wir sind gespannt auf seine Antworten und freuen uns schon sehr darauf...
|
||||
![]() |
|||||
Kristall, Vasen,
Schalen, Stielvasen, geschliffene Kristallgläse
r, mundgeblasenes Glas, Opalgläser,
satiniertes Gla